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Das Grubenlicht

Hier entsteht eine kleine Präsenz über die Werkzeitung "Das Grubenlicht", die von 1933 bis 1939 im Aachener Steinkohlenrevier erschien.


Am 21.6.2017 fand beim Verein Bergbaudenkmal Grube Adolf ein Erzählabend statt, der sich mit dieser Zeitung befasst und in dem ich die Inhalte dieser Zeitung vorstelle. Er stand unter dem Motto:

Verschollen und 2016 wiederentdeckt: Die Bergbau-Zeitung für das Aachener Kohlenrevier "Grubenlicht", erschienen von 1933 bis 1939.

Den Interessenten erwartete eine spannende Reise ins Aachener Kohlenrevier der 30er Jahre mit den Gruben Eschweiler Reserve, Maria, Gouley, Laurweg, Anna I und II, Adolf, Carl-Alexander, Carolus Magnus und Sophia-Jacoba.

Allein, dass die in der Zeitung genannten tödlich Verunglückten auf den einzelnen Zechen die vorliegenden Verunglücktenlisten ergänzen, stellt einen großen Fund dar. Aber auch das Vereinsleben wird hier interessant dargestellt. Die verschiedensten Reiseberichte zeigen, was in den 30er Jahren unter Urlaub zu verstehen war und die politische Berichterstattung zeigt die Schwerpunkte der Entwicklung des NS-Regimes deutlich auf. Allein die vielen glorifizierenden Gedichte spiegeln die Begeisterung einiger Menschen wider, die sie nach den unruhigen Jahren der Weimarer Republik empfinden.

Ich möchte ausdrücklich betonen, dass diese Analyse einen interessanten Ausflug in die hautnahe Geschichte darstellt und interessanter (lokaler) Anschauungsunterricht ist. Sie erklärt die Verhaltensweise der Menschen und ihre Art der "Konformität", die aus heutiger Sicht dem Folgen des Rattenfängers gleicht, der mit seinen süßlichen Tönen die Kinder in Hameln "gefangen" nahm. Das zeigt auch deutlich an, wo der Zeitgeist das kritische Gedankengut bei den Menschen nicht zugelassen hat.

Im Nachhinein kann heute jeder "groß tönen", warum habt ihr denn nicht.... Aber in den meisten Zeiten waren es immer nur die selbständig denkenden Menschen, die sich nicht täuschen ließen. Und so war es auch in den 30er Jahren. Deshalb ist das "Grubenlicht" ein Zeugnis, um die Geschichte und das Handeln der Menschen besser verstehen zu können.
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Aufruf!

Es ist möglich, dass in Privatbesitz (z.B. in einem Karton auf dem Dachboden oder im Keller) noch alte Ausgaben des "Grubenlichtes" "schlummern". Unerkannt oder vergessen. Manche würden diese Zeitung vielleicht im Altpapier entsorgen, weil sie dafür keine Verwendung mehr haben. Das wäre für die Heimatgeschichte fatal und zu schade. Darum würde ich gerne z.B. über diesen Weg eine komplette Ausgabe zusammentragen, um diese dann in einem Museum für die Nachwelt zu erhalten.

Wer also eine oder mehrere Ausgaben dieser Zeitung hat oder per Zufall bei sich findet, den bitte ich, sich an mich zu wenden. Ich freue mich, wenn das gelingen würde.

Ich danke im voraus, wenn jemand durch meine Internetseite darauf aufmerksam wird und dadurch dazu beiträgt, dass diese Zeitung wieder an ihre Ursprungsregion zurückkehrt. Vielen Dank an alle, die sich angesprochen fühlen bzw. sich ansprechen lassen.

Gruß Jürgen Klosa



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